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am 24. Februar

Grüne schlagen Alarm: Nein zur Betonwüste am Domplatz

- Nach Jahren an Diskussionen soll es im Februar 2022 mit dem Beschluss zur Domplatz-Umgestaltung sehr schnell gehen. Angesichts der vorliegenden Planungen schlagen wir Alarm. Es wird eine Chance vertan und der Domplatz wird auf Jahrzehnte als Betonwüste verschandelt.

Bereits seit Jahren wird über die weitere Nutzung des Domplatzes in St. Pölten diskutiert. Geht es nach der Stadt, soll es im Februar mit der Beschlussfassung zur sogenannten Umgestaltung nun sehr schnell gehen. Die Pläne dazu liegen am Tisch und sind aus Sicht der Grünen eine klimapolitische Katastrophe und eine städteplanerische Armutserklärung.

Eine solche Asphalt-Steppe, wie sie hier geplant wird, ist vergleichbar mit einer brennheißen Herdplatte, die im Sommer das Verweilen und Flanieren am Domplatz geradezu verunmöglicht. Mit mutigeren Ansätzen könnte direkt in der Innenstadt ein Juwel zur Naherholung und ein florierender Ort für die Jugend- und Kulturszene entstehen führt Stadträtin Christina Engel-Unterberger aus und erneuert damit die Forderung nach einem städtischen Klimacheck. Als Grüne fordern schon länger, dass alle Maßnahmen, Projekte und Vorhaben der Stadt, auf ihre Klimatauglichkeit geprüft werden, um St. Pölten nachhaltig zu gestalten. Wäre diese Forderung schon umgesetzt, müssten wir heute nicht über die katastrophalen Pläne zur Errichtung einer Betonwüste am Domplatz diskutieren. Mit dem Klimacheck wäre es geradezu selbstverständlich, dass mehr Radabstellanlagen und eine kühlende Begrünung mit geplant worden wären, um nur zwei wichtige Punkte zu nennen, die im aktuellen Vorschlag kaum berücksichtigt wurden.

Wir bringen aus diesem Grund bei der kommenden Gemeinderatssitzung einen Antrag für Antrag auf Nachbesserungen im Sinne eines Klimachecks ein. Aus unserer Sicht kann die Planung so nicht umgesetzt werden. 

Keine andere Stadt würde heute noch solch ein Klimakiller-Projekt planen. Jeder Mensch weiß, wie brennheiß der Asphalt im Sommer wird und das muss man sich für den gesamten Domplatz vorstellen. Dabei ist der geplante Sprühnebel eine Farce und im wahrsten Sinne des Wortes ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wird der Domplatz so umgesetzt, wie heute geplant, hat er ungefähr so viel Charme wie ein leerer Supermarktparkplatz an einem Sonntagnachmittag. Mehr Potential könnte hier gar nicht verspielt werden.

Fabian Schindelegger ​​

Wir appellieren an die Stadtregierung, die veralteten Pläne nicht auf „Biegen und Brechen“ durchzuboxen und stattdessen – ähnlich wie bei jüngst umgesetzten Projekten – auf Bürger:innenbeteiligung zu setzen. Der Prozess beim Domplatz ist damals nicht optimal und wenig transparent gelaufen. Außerdem sind die Pläne veraltet und nicht mehr am Stand der Zeit. Der Stadtregierung bricht kein Zacken aus der Krone, wenn sie hier die Pläne nachbessert.

Unsere Forderung:


Als Grüne fordern wir neben dem Klimacheck eine offene Diskussion über Vorschläge aus der Bevölkerung, eine Begrünung des Platzes, Beschattung, konsumfreie Räume und einen attraktiven Platz für die Jugend- und Kulturszene. Auch Vorschläge wie permanente Marktständen und Urban-Gardening-Elemente bringen die Grünen als Ideen ein.