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WWE-Gründe

In St. Pölten werden immer mehr Flächen versiegelt und Grünflächen werden rücksichtslos zubetoniert. Leider sind die WWE-Gründe hier keine Ausnahme und die geplante Zerstörung wertvoller Naturflächen setzt sich fort. Wir kämpfen dagegen an!

Zwischen Viehofner See und Innenstadt, Traisen und Tullnerbahn kommt die nächste Großbaustelle. Auf einer Fläche, die mehr als 7 Fußballfeldern Platz bietet und heute zum Großteil bewaldet ist, sollen nach derzeitigem Stand 710 Wohnungen und 4.700m² Gewerbefläche entstehen. Bis zu sieben Stockwerke hoch werden die Bauten die Austraße begleiten.


Dass sich der Verkehr in der Austraße verdoppelt, ist angekündigt. Welche Einflüsse das Bauvorhaben auf die Grundwassersituation – vor allem bei Traisenhochwasser – hat, wurde nicht untersucht. Wie sich die Rodungen auf das Stadtklima auswirken oder welche Folgen der noch größere Ansturm am Ratzersdorfer See und an den Viehofner Seen zeigen wird, sind nicht beantwortete Fragen.


Das Gebiet war einst als Erweiterung für die Glanzstoff-Fabrik vorgesehen. Reste aus dieser Zeit verstecken sich noch unter einer Pappelau. Entlang des Traisen-Hochwasserdammes befinden sich auf 14.000 m² oberflächennahe ölschlammartige, schwermetallhaltige Abfälle. Sie stellen eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar

https://altlasten.gv.at/atlas/verzeichnis/Niederoesterreich/Niederoesterreich-N82


Das Bauvorhaben soll besonders Jungfamilien ansprechen. Mit zunehmenden Alter erweitert sich der Aktionsradius der Kinder, wobei Auwaldreste besonders anziehend wirken. Die Kinder werden diesen Bereich der gefährlichen Altlast zu ihrem Lieblingsrevier erklären


Das 77.000 m² große Areal der WWE-Gründe (Wohn- und Wirtschaftspark Entwicklungsgesellschaft m.b.H.), befindet sich – direkt oder indirekt – im Eigentum von Rene Benko (SIGNA) 50%, Bund 30%, Land NÖ 19% und Stadt St. Pölten 11%.

Grundlage für die derzeit diskutierten Pläne über die Bebauung ist das bei dem EUROPAN-Städtebauwetterbewerb 2015 an zweiter Stelle gereihte Projekt „elastic City“, das damals bis zu 500 Wohnungen vorsah.


Inzwischen sind die Planungen so weit gediehen, dass die Gemeinde zu Beginn des Jahres 2020 den Entwurf einer Änderung des Flächenwidmungsplanes aufgelegt hatte. Die derzeitige Widmung als Gewerbegebiet soll in gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet geändert werden. Seither ist es still. Offensichtlich haben die Stellungnahmen, die zahlreiche Ungereimtheiten aufzeigen, zu dieser Verzögerung geführt.